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Pfadfinder feiern ihren Patron – Pfadfinder, Ehemalige und Eltern trafen sich am 28. April zur Feier des Georgstags zu Ehren ihres Schutzpatrons, des heiligen Georg.

Im strahlenden Abendlicht eines sommerlich heißen Tages feierte der Stamm Stadtschwarzach auf seinem Zeltplatz unter der Leitung des kommissarischen Stammeskuraten Br. Thomas Morus OSB den Sankt-Georgs-Gottesdienst.

Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand nicht nur die Gestalt des hl. Georg, sondern auch das ostafrikanische Land Tansania, wo Br. Thomas Morus einige Jahre als Missionar gewirkt und die Landessprache Swahili erlernt hatte.

Nach der Begrüßung schlug Br. Thomas Morus gewissermaßen die Brücke nach Tansania, indem er zwei Lieder in Swahili einübte, nämlich „Hodi, tunaamka“ (Hallo, hallo, wir wachen auf) und „Njoo, watoto“ (Kommt, Kinder).

Schon mit der diesjährigen Sternsinger-Aktion hatten die Schwarzacher Pfadfinder die sozialen Hilfsprojekte der Benediktinerabtei Peramiho/Tansania unterstützt.

Als Leitmotiv des Gottesdienstes diente Jesu Wort aus dem Johannesevangelium: „Ich bin der Weg.“ In einer Weg-Meditation führte Br. Thomas Morus von der Alltagserfahrung möglicher Umwege, Irrwege und Weghindernisse über seine eigenen pfadfinderischen Erfahrungen zum Wegweiser Jesu, der als Orientierung für das Leben fungiert.

aus Anlass des 50-jährigen Stammesjubiläums gedachte man auch der spirituellen Grundanliegen des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell. Dieser erklärte den Ritter St. Georg offiziell zum Patron der Pfadfinder und zum Vorbild, weil er in ihm die Ritterlichkeit und Treue zu Gott vereint sah.

Ein weiterer Text erinnerte an das religiöse Vermächtnis Baden-Powells mit dem programmatischen Satz: „Pfadfindertum ist nichts Geringeres als angewandtes Christentum.“ In diesem Sinn meinte er, sollten Pfadfinder ihre Pflichten gegenüber Gott und den Mitmenschen erfüllen.

Dieses Ideal versuchen die Schwarzacher Pfadfinder auch zu verwirklichen durch die tägliche gute Tat und ihr soziales Engagement durch die jährliche Fastenessen-Aktion und die Sternsinger-Aktion für soziale Hilfsprojekte.

Zwei Schweigeminuten dienten zur Rückbesinnung auf die schon früher abgelegten Versprechen und gleichzeitig zur Erneuerung der Pfadfinderversprechen, die auch das Pfadfindergesetz mit einschließen.

Danach betete Br. Thomas Morus das Vaterunser in Swahili und sprach ein Segensgebet. Als Erinnerungszeichen wurde ein von Baden-Powell selbstentworfenes Bild über den Ritter und Drachentöter St. Georg verteilt. Das zum Schluss gesungene traditionelle Georgslied „Als Knecht und als Ritter des Herren, St. Jürg“ erinnerte nochmals an das Vorbild des hl. Georg.

(Text: Georg Niegisch)

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